Lamas im Sajama Nationalpark
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Reise-Blog Lateinamerika

Reisebericht Tobias Rüger in Peru (2): Ab in die Wüste

Unser Reisespezialist Tobias Rüger ist bereits viel in Lateinamerika herumgekommen. In unserem Blog erzählt er von seinen Erlebnissen. Hier finden Sie den zweiten Teil der kleinen Reihe über sein Studium in und seine Reisen durch Peru. Heute geht es für ihn in die Wüste.

Auch wenn Lima mir ans Herz gewachsen ist, wird es doch langsam Zeit, das wunderschöne Land Peru kennen zu lernen. Meine Wahl fällt auf den Süden der Pazifikküste – in der Hoffnung, abseits des wolkenverhangenen Limas endlich wieder ein paar Sonnenstrahlen zu erblicken.

 Huacachina, eine Fata Morgana in der Wüste

Die Reise beginnt am Busterminal des Fernbusanbieters „Cruz del Sur“. Ein überraschend guter und fast luxuriös ausgestatteter, doppelstöckiger Bus wird mein Reisegefährt für die nächsten vier Stunden sein, um die Region rund um Ica zu erreichen. Der Bus gleitet durch die endlose Stein- und Sandwüste, die den gesamten Küstenstreifen der peruanischen Küste prägt. Nach vier Stunden erreiche ich die Stadt Ica. Doch hier endet meine Reise noch nicht. Ich steige in ein Mototaxi um, das mich in die Wüstenoase Huacachina bringt. Landschaften wie aus der Sahara wurden mir versprochen – so recht glauben, kann ich das noch nicht. Das Mototaxi tuckert im Salsa-Rythmus aus der Stadt. Und wirklich: Einige Biegungen und Kurven später traue ich meinen Augen nicht. Aus der vorher grauen und steinig-kargen Wüste ist auf einmal eine atemberaubende goldfarbene Sandwüste geworden. Die überdimensional hohen Dünen überragen die gesamte Region wie riesige Berge aus Sand. Die Lagune in der Mitte des kleinen Sandtals, in der sich Huacachina befindet, lässt diesen Wüstenstraum noch mehr als Fata Morgana erscheinen.

Peru - Huacachina Wüste

Farbenspiel aus Gold und Rot: Sonnenuntergang über der Wüste

Die Sonne nähert sich gleißend dem Horizont. Jetzt aber schnell hoch auf den Dünenkamm, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen! Oben angekommen – und etwas neidisch auf diejenigen, die mit dem Sandbuggy zum Dünenrand gefahren wurden –, erwartet mich ein einmaliges Spektakel. Die untergehende Sonne verschwindet langsam am Horizont und taucht die Wüste in ein sagenhaftes Farbenspiel aus Gold und Rot. Die Stille der Wüste wird nur noch vom Wind unterbrochen – und dem dank Temperatursturz lautstark zitternden Unterkiefer. Zeit für Pisco Sour in einer warmen Bar!

Action im Sand und auf dem Wasser

Am nächsten Tag steht Action auf dem Programm: Heute werde ich mit dem Sandbuggy abgeholt. Das allradangetrieben Fahrzeug mit Spikes an den Reifen bringt mich zu den höchsten Dünenkämmen in der Gegend – teilweise bis zu 100 Meter hoch. Oben angekommen, schnalle ich mir mein geliehenes Sandboard an und rausche nach kurzer Einweisung die Dünen der peruanischen Sahara hinunter. Der Adrenalinkick gibt mir ein unglaubliches Gefühl von Freiheit – die Weite der peruanischen Wüste trägt noch ihren Teil dazu bei. Die Lust auf Abenteuer hat mich gepackt und so entscheide ich mich spontan für eine Bootstour. Ein Taxi bringt mich von der Wüste zur nahegelegenen Pazifikküste nach Paracas. Dort wartet das Boot zu den Galápagos-Inseln Perus, den Islas Ballestas. Wegen des eiskalten Humboldtstroms ist die peruanische Küste mit einer enormen Artenvielfalt gesegnet. Pinguine, Robben und Seelöwen sind nur einige wenige Tierarten, die man hier zu Gesicht bekommt.

Peru - Islas Ballestas

So viel Meer und Wasser macht hungrig – was könnte besser sein, als die berühmten Jakobsmuscheln von Paracas zu bestellen? Mit dieser gelungen Mahlzeit neigt sich mein zweiter Tag dem Ende zu. Doch morgen wird es noch spektakulärer.

Uralte Kulturzeugnisse: Die Nasca-Linien

Der Morgen graut und ich breche zu den mystischen Nazcalinien auf. Diese riesigen Geoglyphen im kargen Felsboden Perus stammen von der uralten Kultur der Nazca. Viele Rätsel und Mythen ranken sich um die bis zu 20 Kilometer langen Linien, von denen die ältesten wohl zwischen 200 und 800 v.Chr. entstanden. Am besten überfliegt man das 500 Quadratmeter große Gebiet mit einem Flugzeug. Während die meisten den Flug direkt von Nazca aus beginnen, fliege ich bereits von Pisco los. Meine peruanischen Kommilitonen haben mir diesen Tipp gegeben, da die Flugzeuge ab Pisco in einem besseren Zustand seien. Außerdem verlängert sich die Flugzeit auf insgesamt 90 Minuten anstelle von nur 30 bis 45 Minuten, wie es ab Nazca der Fall ist – mehr Zeit, um die einmalige Landschaft aus der Luft zu beobachten. Bereits für knappe 80 Euro hebt eine Cesna vom lokalen Flughafen ab. Einheimische zu kennen und Spanisch zu sprechen, bringt Preisvorteile! Beim Blick nach unten auf die riesigen Geo-Zeichnungen wird mir bewusst, wie reich dieses Land an Kultur ist.

Peru - Nasca-Linien

Von der Wüste in den Regenwald: In der nächsten Folge geht es mit Tobias Rüger in das peruanische Amazonas-Gebiet. Sie haben Lust auf eine Peru Reise bekommen? Gern stellen wir eine individuelle Rundreise für Sie zusammen.


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