Lamas im Sajama Nationalpark
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Reise-Blog Lateinamerika

Tobias Rüger in Kolumbien (3): Karibik

Unser Reiseexperte Tobias Rüger ist bereits viel in Lateinamerika herumgekommen. In unserem Blog erzählt er von seinen Erlebnissen. Hier finden Sie den dritten und letzten Teil der kleinen Reihe über seine Reise nach Kolumbien: Zum Abschluss kommt Karibik-Feeling auf.

Nach meiner aufregenden Zeit in Medellín geht es weiter nach Barranquilla – in die Heimatstadt von Shakira und den Wirkungsort von Gabriel Garcia Márquez, der hier vor allem seine Kindheit verbrachte und für die lokale Zeitung „El Heraldo“ schrieb. Meine Freunde wollen mir die Stadt unbedingt zeigen, schon allein weil sie hier alle auf die deutsche Schule gegangen sind – und darauf mächtig stolz sind.

Karibische Lebensfreude in Barranquilla

Barranquilla ist bestimmt nicht die schönste Stadt an der kolumbianischen Karibikküste, aber wohl eine der typischsten, wenn man die costeños, Küstenbewohner, kennenlernen möchte. Ein absolutes Highlight ist der Karneval von Barranquilla. Dann beginnt die Stadt zu beben und wird das Zentrum der kolumbianischen Karnevalstradition. Es geht hier nicht nur um die Tradition, sondern vor allem um kolumbianische Lebensfreude – eben das, was dieses wundervolle Volk so herzlich macht. Aber auch abseits des Karnevals ist Barranquilla pure Lebensfreude, was sich besonders dann zeigt, wenn eine sogenannte Chiva an einem vorbei fährt. Eine Chiva ist ein alter, zu allen Seiten geöffneter Bus, der vor allem einem dient – ausgelassen zu feiern. Auf der Tour von Club zu Club wird reichlich Rum getrunken, Musik gemacht, temperamentvoll getanzt und Mehl geworfen – eine Tradition, die dem Karneval entspringt. Die Nächte in der Karibik sind alles andere als langweilig.

Kolumbien - Baranquilla

Kolumbiens Naturschätze: Der Parque Tayrona

Meine Zeit in Barranquilla vergeht wie im Flug – mit viel Rum, Aguardiente und karibischen Nächten. Bevor es zu unserer letzten Station der Reise – Cartagena – gehen soll, machen wir noch einen Abstecher nach Santa Marta – dem Tor zum Nationalpark Parque Tayrona. Der Parque Tayrona ist für mich ein einmaliges Erlebnis.

Das Schutzgebiet, direkt an der karibischen Küste, hat einiges zu bieten – vor allem wunderschöne naturbelassene Strände. Allerdings sind die Wege zu den abgelegenen Gebieten im Park anstrengend und vor allem heiß. Die tropische Luft staut sich unter dem Blätterdach des Waldes und das Gefühl auf der Haut erinnert mich eher daran, in einer Sauna zu sein als an der frischen Luft. Aber der Marsch lohnt sich: Ich erreiche eine verlassene, kleine Bucht inmitten dieses riesigen Parks. Um mich herum: nur Wald, Berge und Meer. Ich komme mir vor wie in einer verlorenen Welt – nicht zufällig fühle ich mich genau jetzt an den Film Jurassic Park erinnert.

Kolumbien - Parque Tayrona

Liebe auf den ersten Blick: Cartagena de Indias

Zurück in der Zivilisation, fahren wir weiter nach Cartagena de Indias. Die Kolonialstadt Cartagena – angepriesen als „Stadt der Piraten“ – ist eine Perle der Karibik. Innerhalb der mächtigen Stadtmauern befindet sich die Candelaria mit prächtigen Herrenhäusern. Besonders auffallend sind die Balkonbalustraden, welche ganze Straßenzüge prägen. In diese Stadt verliebe ich mich – bis auf die Hitze – sofort.

Kolumbien - Cartagena de Indias

Um der Schwüle zu entkommen, gehen wir zum Hafen und kaufen uns Tickets für die Überfahrt auf die Rosario-Inseln. Die kleinen, vorgelagerten Inseln in der Karibik sind für einen Strand-Tag bestens geeignet. Die Fahrt gestaltet sich typisch kolumbianisch: Es wird getanzt, gelacht, gegessen und vor allem Rum getrunken – ein Erlebnis für sich selbst. Bei der Ausfahrt aus dem Hafen schippern wir an dem spektakulären Stadtteil Bocagrande entlang. Die weißen, modernen und wolkenkratzerartigen Hochhäuser rufen bei mir Bilder von Miami Vice hervor, der Lieblingsserie meiner Mutter.

Den Tag verbringen wir in badewannenwarmen Wasser mit Pina Colada und einem Grillmeister, der uns rund um die Uhr mit Kochbananen und gegrillten Steaks verwöhnt. Als Nachtisch kredenzt er uns ein eiskaltes Raspao, während wir uns entspannt im warmen Karibikwasser sonnen. Raspao bedeute so viel wie „Abgekratztes“ und ist eine erfrischende Eisvariante. Dabei wird von einem Eisblock mit einem Messer und einer Art Schleifstein Eis geraspelt und in einer Papiertüte mit verschieden Siruparten und „Dulce de leche“, einer süßen Kondensmilch, übergossen. Wenn man sicher sein kann, dass der Verkäufer das verwendete Wasser aus vertrauenswürdigen Quellen bezogen hat, ist dies eine leckere tropische Erfrischung.

Kolumbien - Strand von Rosario

Die Tage und heißen Nächte gehen schneller vorbei, als ich erwartet habe. Am Abend vor meiner Heimreise gehen mir die Warnungen meiner Freunde und Bekannten zu Anfang der Reise noch einmal durch den Kopf: „Zu gefährlich“, „hoffentlich passiert dir nichts“. Was würde ich ihnen wohl jetzt erwidern, nachdem ich so viel erlebet habe? Wahrscheinlich den Slogan der kolumbianischen Imagekampagne: „Das einzige Risiko an Kolumbien ist, dass man bleiben möchte.“

Dies war die letzte Folge unser kleinen Reihe über Tobias Rügers Reise durch Kolumbien. Sie haben Lust bekommen, das Land selbst zu bereisen? Hier finden Sie weitere Reiseideen. Gerne können Sie uns auch direkt kontaktieren.


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