Lamas im Sajama Nationalpark
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Reise-Blog Lateinamerika

Reisebericht Tobias Rüger in Panama (Teil 1)

Tobias Rüger, unser Reise-Experte, war für Sie in Mittelamerika unterwegs. Im folgenden Reisebericht erzählt er von seinen Erlebnissen in Panama. Lesen Sie im ersten Teil seines Mittelamerika-Blogs über die Hauptstadt - das aufregende Panama-City - und den Panamakanal. Fortsetzung folgt!

Eine Tigerente und ein Bär - mehr braucht man nicht, um unweigerlich an Panama zu denken. "Oh wie schön ist Panama", sagte bereits Janosch obwohl er es nie erreichte. Ich hingegen habe an der Aussage wahrlich keine Zweifel und überzeuge mich selbst! Also auf geht’s!

Bienvenidos a Panama!

Zwölf Stunden dauert der Direktflug der Lufthansa ab Frankfurt bis ich endlich die gewaltigen Wolkenkratzer von Panama City erkenne. Wie Paläste ragen Sie in den tropischen Himmel. Es ist Mai und die alltäglichen Gewitterwolken rollen bereits auf die Stadt zu. Eigentlich sollte man von Dezember bis April nach Panama reisen, um den tropischen Schauern zu entgehen. Möchte man jedoch auf weniger Touristen im Land stoßen, so nutzt man lieber die Nebensaison, denn Panama ist (zumindest hierzulande) noch ein wahrer Geheimtipp. Kaum bin ich gelandet, empfängt mich ein Schwall aus heißer und feuchter Tropenluft. Es klingt zwar komisch, aber irgendwie fühlt es sich angenehm an. Ich verlasse den quirligen Flughafen, denn mein Fahrer erwartet mich bereits. "Hola amigo - bienvenidos a Panama" - da ist sie wieder, diese herrlich erfrischende Freundlichkeit der Latinos. Ich fühle mich wie zu Hause. Kurz nachdem wir das Auto besteigen, zischt ein Blitz über den modernen Highway Richtung Downtown. Sofort danach brodelt ein gewaltiger Donner durch die Luft. Tropische Gewitter haben es eben in sich - gerade wenn man sich nah am Äquator befindet. Doch so schnell das rauschende Gewitter über die Küste rollte, so schnell war es auch wieder verschwunden.

Panama City

Ein gigantischer Ausblick

Als ich im Hotel ankomme, strahlt schon wieder die Sonne. Heute übernachte ich im "Grace Panama City". Mitten im Viertel der Wolkenkratzer ragt ein gewaltiger, glitzernder Turm in die Höhe. Am Eingang lächelt mich schon die nette Dame der Rezeption an und reicht mir zur Begrüßung ein Glas Champagner. Ein kurzes Tippen und Passkopieren und schon bin ich eingecheckt. Ich werde zu meinem Zimmer im 16. Stock gebracht. Die Tür öffnet sich und ein breiter Flur weißt mir den Weg in mein unglaublich geräumiges Zimmer. Die bodentiefen Fenster geben einen gigantischen Blick auf die hochragende Skyline der Stadt frei. Mit einem "Buen dia senor" verabschiedet sich mein Page, der mich zu meinem Zimmer geleitet hat. Ich selbst stehe noch vor dem beeindruckenden Panorama und genieße den Augenblick. Die Sonne taucht die Luft bereits in einen gold-rötlichen Ton - es wird Abend. Zeit für ein Bad in der Panorama-Badewanne. Direkt am Fenster throne ich im warmen Schaum des Badewassers über den Dächern der Stadt - Keine Angst: Da es keine höheren Nachbargebäude gibt, ist man vor unfreiwilligen Blicken gewahrt. Der perfekte Ausklang für den ersten Tag.

Panama - Grace Boutique Hotel

Auf zur ersten Erkundungstour

Der Wecker klingelt - viel zu früh, denke ich, aber auf das, was heute ansteht freue ich mich seit langer Zeit. Das Aufstehen fällt also leichter als gedacht. Die erfrischende Regenwalddusche bringt vollends meine Energie zurück. Frische Früchte, auf Wunsch zubereitete Rühreier und ein aromatischer Kaffee aus den nördlichen Anbaugebieten des Landes verwöhnen mich zum Frühstück im "Grace Boutique Hotel". Nun bin ich bereit für den Tag! Mein Reiseleiter wartet schon in der Lobby auf mich. Ich steige in das klimatisierte Auto und schon geht es los. Entlang der Küstenstraße führt uns der Weg raus aus der Stadt auf den berühmten Causeway. Rechts von mir liegt die, im Gegensatz zu den Wolkenkratzern, liebliche und kleine Altstadt Panamas. Links vor mir sehe ich nichts als die unendlichen Weiten des Pazifiks und die mit Palmen bewachsenen Promenaden.

Der Causeway in Panama City

Eine aufzuregende Fahrt über den Panamakanal

Der zum Teil auf Stelzen gebaute Causeway verbindet vier vorgelagerte Inseln. Nach 20 Minuten erreichen wir einen kleinen Hafen. Hier soll mein Tag nun beginnen - mit einer Fahrt über den berühmten Panamakanal. Gott sei Dank habe ich mich bereits frühzeitig um die Reservierung gekümmert, denn eine Fahrt durch den Isthmus findet lediglich samstags statt. Die netten amerikanischen Touristen hinter mir wurden darüber anscheinend nicht informiert und bereuen wohl gerade ihr frühes Aufstehen. Es geht los! Ein Bus bringt mich und andere Touristen aus der ganzen Welt nach Gamboa - eine Stadt im Hinterland des Panamakanals. Hier wartet bereits unser Ausflugsschiff für die nächsten fünf Stunden. Ich suche mir einen guten Platz im Schatten und lasse meinen Blick über den Kanal schweifen. Eine tropische Flora schmückt die aufragenden Hügel an beiden Uferseiten. Unglaublich, wie man hier vor über hundert Jahren eine Schneise durch die Landschaft graben konnte. Ein gigantischer Frachter von der Karibik kommend fährt an uns Winzlingen vorbei. Das dröhnende Horn schallt durch den Kanal. Beeindruckend und irreal zugleich, da man keinen Ozean weit und breit vermutet. Man fühlt sich eher wie in den Bergen.

Schiff auf dem Panamakanal

Von den Schleusen zum offenen Pazifik

Unser Schiff erzittert vom Start der Motoren und schon geht es los. Wir reihen uns in die Route der motorbetriebenen Meeresriesen an unf folgen dem Fahrwasser Richtung Pazifik. Das achte Weltwunder wird der Kanal auch genannt. Für meinen Geschmack nicht übertrieben, wenn man bedenkt, dass durch Menschenhand zwei Weltmeere miteinander verbunden wurden und ein ganzer Kontinent getrennt wurde. Eine Meisterleistung! Die erste von drei Schleusen taucht vor uns auf. "Da sollen die riesigen Frachter rein passen", denke ich mir, als ich die schmalen Kais sehe. "Nie im Leben!". Der verwunderte Blick in meinem Gesicht schien dem Reiseleiter aufzufallen. "Du wirst erstaunt sein", sagt er, denn alle Schiffe, die den Kanal durchqueren entsprächen den sogenannten Panamax Maßen. Jeweils 305 Meter lang, 33,5 Meter breit und 12,2 Meter tief dürfen die Schiffe sein. Es bleibt zwar kein Raum für Fehler, aber die Schiffe passen wie ein Puzzelstück bei Tetris in die schmale Schleuse. Unser Schiff fährt vor bis an den Rand der Schleuse. Vor uns blockiert eine gewaltige Stahlschotte die Schleuse. Dahinter fällt mein Blick hinunter auf die über 13 Meter tiefer gelegene Wasseroberfläche. Der Bug des kolossartigen Frachtschiffes fährt in unsere Schleuse ein. Die dunkelschwarze, gigantische Schiffsspitze kommt immer näher. Kurz vor der unvermeidlich scheinenden Kollision fahren die seitlich mit dem Schiff angetauten und kräftigen Züge entgegen der Fahrtrichtung und bringen den Riesen zum stehen. Die Züge an beiden Kaimauern helfen dem Schiff passgenau in die Kammer einfahren zu können. Eine kurze Ruhe wie vor einem Sturm überlagert die Schleusenkammer. Dann plötzlich zischt und brodelt es am Schleusentor. Langsam öffnen sich die Schotten und wir beginnen abzusinken. Wie in einem Fahrstuhl - naja, wenn man sich die tonnenschweren Schiffe wegdenkt. Kurze acht Minuten senken wir uns über 13 Meter ab. Schließlich fahren wir hinaus in die Weiten des Kanals. Die nächste Schleuse folgt bereits im kurzen Abschnitt. Hier wartet die Miraflores Schleuse. Von einem mehrstöckigen Gebäude können hier Besucher, die kein Glück hatten mitzufahren, zumindest den Schleusenvorgang von oben aus beobachten. In der Menge erkenne ich die enttäuschten Amerikaner von heute Morgen. Nun scheinen Sie aber wieder ein Lächeln auf dem Gesicht zu haben. Ein weiteres Zischen und Brodeln bringt uns der Meereshöhe des Pazifiks noch einen Schritt näher. Es fehlt lediglich noch ein Meter. Nach fünf Stunden Fahrt öffnet sich die letze der drei Schleusen und der Weg ist frei - hinaus zum offenen Pazifik. Die Skyline der Hauptstadt begrüßt uns am Horizont. Ehrlich gesagt bin ich schon ein wenig müde aber einmal mit den Riesen der Weltmeere durch diesen beeindruckenden Kanal zu fahren werde ich so schnell nicht mehr vergessen. Ein toller Tag!

Der Panamakanal

Freuen Sie sich schon auf die Fortsetzung des Berichts und seien Sie gespannt, wie es für Tobias Rüger in Panama und seinen anderen  Reiseländern weitergeht. Sie möchten auch gerne nach Mittelamerika? Gerne stellt Tobias für Sie Ihre ganz individuelle Reise zusammen. Rufen Sie ihn einfach unter +49 89 12 70 91 128 an oder schreiben Sie eine E-mail.


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