Lamas im Sajama Nationalpark
Template blog.html

Reise-Blog Lateinamerika

Tobias Rüger in Kolumbien (2): Medellín

Unser Reisespezialist Tobias Rüger ist bereits viel in Lateinamerika herumgekommen. In unserem Blog erzählt er von seinen Erlebnissen. Hier finden Sie den zweiten Teil der kleinen Reihe über seine Reise nach Kolumbien. In dieser Folge besucht er Medellín, das einst unter der Gewalt des Drogenkartells von Pablo Escobar eine der gefährlichsten Städte der Welt war.

Nach einer langen Nacht in Bogotá geht es morgens zum Flughafen und weiter nach Medellín in die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Metropole in den Anden war einst wegen des Medellín-Kartells weltweit berüchtigt und gefürchtet. Ich muss die ganze Zeit an die Aussagen meiner Freunde und Verwandten denken: Drogen, Kriminalität, Bandenkriege – was wird mich in dieser Stadt wohl erwarten?

Die Sonne scheint sanft durch einen lichten Wolkenschleier und die Luft ist angenehm mild, als ich aus dem Flugzeug steige. Mir wird sofort klar, warum Medellín auch die Stadt des ewigen Frühlings genannt wird. Mit dem Auto geht es direkt ins Zentrum. Alles sieht friedlich und gepflegt aus, Blumen blühen in den immergrünen Parks – eine ganz normale Großstadt eben, mit hohen Häusern, breiten Straßen und Geschäften. Die Menschen, die hier entlang flanieren, sind teils sehr schick gekleidet. Die berühmt-berüchtigte Stadt wirkt erstaunlich harmlos. Wo ist denn nun „das gefährliche Medellín“, Heimatstadt von Pablo Escobar, einst der größte Drogenboss aller Zeiten und Anführer des bekannten Medellín-Kartells?

Gefährlich? Von wegen.

Da! Plötzlich als wir in die nächste Straße biegen, verändert sich das Stadtbild schlagartig und eine Art Hochstraße erscheint. Ist das die Grenze zwischen reich und arm, ruhig und gefährlich? Von links nähert sich etwas ganz schnell. Eben noch im Augenwinkel und plötzlich ganz nah – ein Metrozug. Ich staune nicht schlecht. Aus meiner Zeit in Peru weiß ich noch, dass öffentliche Verkehrsmittel, die wir in Europa kennen, in Südamerika nicht selbstverständlich sind – aber hier in Medellín anscheinend schon.

Auch nach näherer Betrachtung erscheint die Stadt alles andere als gefährlich. Stolz präsentiert sie sich den Besuchern. Meine Freunde aus Bogotá, die mich auf meiner Reise weiterhin begleiten, schwärmen von Medellín – davon, wie modern, wie angesagt es ist. Medellín ist der Trendsetter in Kolumbien und Südamerika – vor allem wegen der kolumbianischen Fashion Week „Colombiamoda“, den zahlreichen Shoppingmalls, Kliniken, die auf Schönheits-OPs spezialisiert sind, und natürlich auch, weil es der Geburtsort des berühmten kolumbianischen Sängers Juanes ist. 

Kolumbien - Medellín

Eine Seilbahn für die Armenviertel

Die quirlige Anden-Metropole im Aburra-Tal macht es mir auf Anhieb leicht, mich wohlzufühlen. Mit der Seilbahn “metrocable“ fahre ich die dicht besiedelten Berghänge hinauf. Diese sind von armen, eher unterentwickelten Stadtteilen geprägt, welche man auch Kommunen nennt. Einst waren diese Barrios fest in der Hand des gefährlichen Medellín-Kartells. Heute sind die Stadtteile zwar immer noch ein Armenviertel, doch durch die strikten Bemühungen der kolumbianischen Regierung, für Sicherheit und Ordnung im Land zu sorgen, mischen sich heute immer mehr Besucher unter die dort lebenden Menschen. Die Seilbahn wurde gebaut, um den ärmeren Menschen weiter oben an den steilen Berghängen einen direkten Zugang zur Stadt zu ermöglichen. So brauchen sie nur noch knapp 15 Minuten bis ins Tal, was vorher mindestens zwei Stunden in Anspruch genommen hat. Sie kommen dadurch schneller zur Arbeit und sind nicht mehr von der Stadt isoliert. Die „metrocable“ ist also ein soziales Nachhaltigkeitsprojekt, das ursprünglich isolierte Stadtteile mit dem geschäftigen Zentrum verbindet.

Mit der Linie L fahre ich den steilen Berghang hinauf. Schon allein die Fahrt ist spektakulär, immerhin überwindet man mit dem metrocable knapp 600 Höhenmeter. Von oben hat man einen herrlichen Blick auf Medellín.

Kolumbien - Seilbahn in Medellín

In der nächsten Folge kommt karibisches Feeling auf. Sie haben Lust auf Kolumbien bekommen? Gerne stellen wir Ihnen eine Kolumbien Rundreise zusammen. 


Unser 7-Sterne Qualitätssiegel

Wir reisen selbst!
Völlige Gestaltungsfreiheit
in der Reiseplanung
Alle Freiheiten, alle Zeit der Welt
während Ihrer Reise
Persönliche und
kompetente Beratung
Sicherheit des erfahrenen
Lateinamerika-Spezialisten
Keine Gruppenreisen:
Sie bestimmen, mit wem Sie reisen
Höchste Qualitätsansprüche
an uns und unsere Partner

América Special Tours GmbH
Geschäftsführer: Rüdiger Michael Lutz

Adams-Lehmann-Straße 56
80797 München

Telefon: +49 (0) 89-127091-128
Telefax: +49 (0) 89-127091-199