Online Marketing Managerin Sophie Ta in Brasilien

Online Marketing Managerin Sophie Ta in Brasilien

Unsere Online Marketing Managerin Sophie Ta reiste nach Brasilien in die Marvelous City Rio de Janeiro und brachte viele spannende Eindrücke mit. Was sie besonders begeistert hat und welche Momente ihr in Erinnerung bleiben, lesen Sie hier!

Mit Spannung habe ich meine Reise nach Brasilien erwartet. Es ist das erste Mal Südamerika für mich und dementsprechend aufgeregt bin ich, als der Flieger endlich Richtung Rio de Janeiro abhebt. Die zwölf Stunden Flugzeit vergehen sprichwörtlich wie im Flug und im Landeanflug sehe ich, wie unglaublich groß Rio ist. Ein atemberaubender Anblick! Es ist halb 5 Uhr morgens und unten glitzern und funkeln die Lichter der Stadt. Ruckzuck bin ich durch die Passkontrolle und mein Reiseleiter Steffen wartet bereits auf mich. Draußen schlägt mir die warme tropische Luft Brasiliens entgegen und mein Herz hüpft voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Was mich wohl erwartet?

Olà Rio!

Nachdem ich mich kurz im Hotel frisch gemacht habe, geht es auch schon los zur Cidade do Samba, wo die Sambaschulen ihr Zuhause haben. Genauer gesagt, besuche ich die Acadêmicos da Grande Rio, eine der  größten und bekanntesten Sambaschulen der Stadt. Das Herz der Cidade do Samba ist ein großer Platz auf dem die Proben für den Karneval stattfinden, rundherum befinden sich die Sambaschulen. Eine Sambaschule reiht sich an die nächste, ich kann mir vorstellen, wie die Stimmung hier in der Vorbereitungsphase des Karnevals ist. Vor der Sambaschule erwartet mich bereits eine Reiseleiterin, die auch selbst für die Schule tanzt, wie sie mir später erzählt. Gemeinsam treten wir durch das Tor der Acadêmicos da Grande Rio und da stehen sie auch schon - die Festwagen von diesem Jahr. Groß, bunt und wundervoll detailverliebt sind sie und ich zücke sofort die Kamera, um Einstein im Raumanzug zu fotografieren.

Weiter geht es in die Schneiderei: Dort sind überall die Kostüme aus diesem Jahr ausgestellt. An der Wand hängen die detailverliebten Zeichnungen der Kostüm-Designer. Eines der Hauptkostüme kann bis zu 2.000 US-Dollar kosten! In einer Vitrine sind zwei der teuren Teile ausgestellt und glitzern um die Wette. Schade, dass ich keines der schönen Kostüme anprobieren darf, denke ich und werde überrascht, denn das Beste kommt bekanntlich zum Schluss! Wider Erwarten darf ich eines der Kostüme anziehen. Mit der Krone auf dem Kopf bin ich fast bereit für den Karneval! Nur das Sambatanzen muss ich noch lernen!

Nach einer Stärkung im Churrascaria Palace wartet der Zuckerhut auf mich. Eigentlich war eine kleine Wanderung geplant, doch der starke Regen an den Tagen zuvor hat den Weg überschwemmt und so schwebe ich mit der Gondel hinauf auf den berühmten Zuckerhut. Oben angekommen schlendere ich über die Aussichtsplattform und genieße den Ausblick auf die Stadt. Unten im Hafen tummeln sich die Segelboote und auf der anderen Seite der Bucht thront die Christusstatue. Als die Sonne sinkt, neigt sich auch mein Tag dem Ende zu und ich falle müde ins Bett.

Panoramablick vom Corcovado und Altstadttour

Frühmorgens mache ich mich zusammen mit meinem Reiseleiter auf den Weg zum Corcovado, dem Berg auf dem die Christusstatue steht. Der Chauffeur setzt uns am Fuße des Berges ab und es geht mit der Zahnradbahn weiter. Sie schlängelt sich durch den Tijuca Wald und ich genieße die kühle Fahrtluft, die durch die offenen Fenster hineinströmt. Der dichte Wald zieht an uns vorbei und in manchen Abschnitten erhascht man einen Blick auf die Stadt. Oben angekommen geht es noch ein kleines Stück die Treppen hinauf. Schon auf dem Weg hinauf sehe ich immer wieder nach oben zur Statue  und kann es kaum glauben, dass ich wirklich hier bin. Auf der Plattform weht ein kühles Lüftchen und so genieße ich den herrlichen Blick über Rio vollends. Damit man allein mit der Christusstatue auf einem Foto zu sehen ist, muss die Begleitung besondere Maßnahmen ergreifen. Und so liegt nicht nur mein Reiseleiter rücklings auf dem Boden, um das perfekte Bild zu schießen.

Im Anschluss statten wir zwei weiteren Berühmtheiten der Stadt einen Besuch ab: Dem Maracana und dem Sambadrom. Um für die Altstadttour am Nachmittag gestärkt zu sein, essen wir in einem der ältesten Restaurants Rios: Der historischen Confeitaria Colombo. Dort gibt es ein leckeres Buffet mit regionalen Spezialitäten wie Feijoada, einem Bohneneintopf und Farofa, ein gewürztes Pulver aus der Maniokwurzel. Mich begeistert neben dem Essen auch das schöne Ambiente der Confeitaria Colombo. Durch die gediegene Inneneinrichtung fühlt man sich ein wenig in der Zeit zurück versetzt. Besonders gut gefällt mir das große bunte Glasfenster an der Decke des Raumes.

Nachdem ich mich durch das Buffet probiert habe, geht es in die Altstadt. Dort entdecke ich gemeinsam mit meinem Reiseleiter Steffen die historischen Highlights. Zu Fuß schlendern wir durch die Straßen und ich erfahre viel Wissenswertes über verschiedenste Gebäude. Meine Favoriten sind zum einen die alte Bibliothek „Real Gabinete Portugeuez de Leitura“ und zum anderen die Kathedrale von Rio, die durch den alternden Beton erst einmal nicht sehr ansprechend aussieht. Der Architekt Edgar Fonceca interpretierte alte Maya Stätte neu und setzte sie in modernen Kontext. Steffen erklärt mir die Kaminwirkung der offenen Konstruktion und zu meinem Erstaunen kann es bis zu 15 Grad Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen geben. Im Inneren der Kathedrale zeigen die meterhohen Buntglasfenster ihre ganze Pracht. Trotz der modernen Interpretation herrscht hier eine andächtige Stimmung, ein wirklich schöner Ort! Unsere nächste Station ist das Carioca Aqueduct im Stadtteil Lapa. Das koloniale Denkmal wurde errichtet, um die Bewohner Rios mit Wasser aus dem Fluss Carioca zu versorgen. Heute kann man mit der ältesten Straßenbahn Südamerikas von Lapa nach Santa Teresa fahren.

Unsere Tour durch die Altstadt endet an der Fliesentreppe, der Escaderia Selaron. Sie ist das Werk des Künstlers Jorge Selarón, der es als Hommage an die Brasilianer verstand. Aus den verschiedensten Ländern verarbeitet Selarón Fliesen in seiner Treppe. Das Ergebnis ist ein farbenfrohes Lebenswerk!

Real Gabinete Portugeuez de Leitura, Rio de Janeiro, Brasilien Reisebericht
Kathedrale, Rio de Janeiro, Brasilien Reisebericht
Escaderia Selaron, Rio de Janeiro, Brasilien Reisebericht
Mit dem Jeep durch den Tijuca Nationalpark

Frühmorgens geht es mit dem Jeep in den Tijuca Nationalpark, der sich praktisch mitten in der Stadt befindet. Ich genieße den kühlen Fahrtwind auf dem offenen Fahrzeug, während wir durch die Straßen Rios fahren. Wir biegen ein paar Mal ab und ehe ich mich versehe sind wir schon im Nationalpark. Auf der Fahrt kommen wir an Wasserfällen vorbei, hier und da hört man Tiergeräusche. Schließlich halten wir am Aussichtspunkt Vista Chinesa, der mit einem  hervorragenden Ausblick auf Ipanema und die Copacabana aufwartet. Den Namen Vista Chinesa verdankt der Aussichtspunkt einem Pavillon, der im frühen 20. Jahrhundert zu Ehren der chinesischen Immigranten erbaut wurde. Im 19. Jahrhundert brachten die chinesischen Einwanderer die Kunst des Teeanbaus nach Brasilien. Als es weiter gehen soll, fliegt plötzlich ein Tukan vorbei und lässt sich auf einem Baum nieder. Für mich einer der schönsten Momente dieser Reise! Schließlich geht es tiefer in den Wald hinein.

Vista Chinesa, Rio de Janeiro, Brasilien Reisebericht
Aussicht vom Vista Chinesa, Rio de Janeiro, Brasilien Reisebericht
Wanderung zum Pedra Bonita

Dann geht es nicht mehr mit dem Jeep weiter, sondern zu Fuß. Wir laufen steil bergauf zu einem Startort für Gleitschirmflieger. Anmutig schweben sie über den Wald und die Stadt, um schließlich am Strand zu landen. Sicher eine einmalige Erfahrung! Währen der kleinen Wanderung kreuzen immer wieder kleine blaue Schmetterlinge meinen Weg und in den Bäumen turnen Affen. Langsam schlängelt sich der Weg den Berg hinauf, es dauert eine knappe Stunde bis wir das Plateau erreichen. Die Anstrengung lohnt sich: Der Ausblick ist wirklich wunderschön! Ich lasse den Blick schweifen und genieße die leichte Brise. Beschwingt vom Anblick Rios machen wir uns auf den Rückweg. Unten wartet bereits der Jeep und wir fahren zurück in die Stadt.

Besuch des Morrhino Projektes

Der Tag ist noch jung und der nächste Stopp ist die Favela do Pereirão, wo ich das Morrinho Project besuche. In der Favela leben viele Europäer, vor allem Franzosen, die sich hier in Rio niedergelassen haben. Etwa 8.000 Menschen haben sich hier ein Leben aufgebaut, es gibt kleine Läden, Bars und Restaurants. Auch übernachten kann man in einem kleinen Hostel, das sogar einen Pool auf der Dachterrasse hat. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Favela kommen wir am oder besser gesagt im Morrinho Project an. Ich bin schier überwältigt von diesem Kunstprojekt. 1997 begannen ein paar Kinder aus Baummaterial, das sie in der Favela fanden, kleine Häuser zu bauen. Sie bauten Straßen und Menschen und spielten mit ihnen das echte Leben in einer Favela nach. Immer mehr Kinder kamen dazu und so wuchs eine Miniatur-Favela am Rande der echten Favela. Aus der Spielerei wurde ein modernes Kunstprojekt, das bald international bekannt wurde. Bereits auf dem Urban World Forum in Barcelona und der Biennale in Venedig schufen die jungen Künstler kleine Nachbildungen. Aus den Kindern sind junge Erwachsene geworden und aus der Spielerei ist ihr Beruf geworden. Beeindruckend! Es ist bereits früher Abend und das Licht in der Miniatur-Favela geht an. Je länger man dort verweilt, desto mehr Details entdeckt man. Es ist wie ein überdimensionales Wimmelbild und ein wirklich außergewöhnliches Kunstprojekt, das immer weiter entwickelt wird.

Kochen wie die Brasilianer

Heute schwinge ich den Kochlöffel und versuche mich an einem traditionellen brasilianischem Gericht, der Feijoada. Natürlich mache ich das nicht auf eigene Faust, sondern im Rahmen eines Kochkurses bei Simone. Die quirlige Köchin zeigt mir erst einmal die verschiedenen Zutaten und erzählt, dass das Gericht ursprünglich von den afrikanischen Sklaven gekocht wurde. Von den Schlachtabfällen bewahrten sie die besten Teile und legten sie in Meersalz ein, um sie haltbar zu machen. Zusammen mit Bohnen wurde daraus Eintopf gekocht, die Feijoada. An ihrem freien Tag besuchten die Sklaven den Gottesdienst und aßen dann gemeinsam den reichhaltigen Eintopf. Das Gericht hat also eine lange Tradition und ist für die Brasilianer ein wichtiger Teil ihrer Geschichte. Auch heute noch pflegen viele Familien diese Tradition, erzählt mir Köchin Simone, inklusive ihrer eigenen. Dann legen wir mit dem Kochen los, die Bohnen werden zusammen mit dem Fleisch gekocht. Nebenbei schneiden wir Zwiebeln, Knoblauch, Bananen und Kohl. Wie das wohl zusammen passt? Die Antwort ist: Es gibt diverse Beilagen. Farovia mit Banane und Zwiebel, Kohl mit viel Knoblauch und Reis. Auch eine Art Salsa gibt es. Als alles vor sich hin köchelt, zaubern wir noch eine Vorspeise aus einer Art Halloumi-Käse mit einer süß-scharfen Soße und Guaven. Ein Traum! Mit dem Endergebnis bin ich sehr zufrieden, die Kombination der verschiedenen Aromen, von salzig, süß, scharf und bitter schmecken mir ausgezeichnet. Besonders die Vorspeise und die Salsa werde ich sicher Zuhause nachkochen!

Kochkurs, Rio de Janeiro, Brasilien Reisebericht
Feijoada, Kochkurs, Brasilien Reisebericht
Ipanema und Copacabana mit dem Fahrrad

Mein letzter Tag in Rio hält noch ein besonderes Highlight für mich bereit. Vom Hotel aus fahre ich mit dem Fahrrad am Strand von Ipanema und der Copacabana entlang. Es ist Sonntag und die Cariocas, wie sich die Bewohner Rios nennen, verbringen ihre Freizeit am liebsten am Strand. Wer kann es ihnen verdenken? Goldener Sandstrand und der blaue Atlantik bieten Entspannung pur. Am Wochenende ist an den Stränden viel los, es wird nicht nur in der Sonne gebadet, Volleyball gespielt, sondern auch gejoggt, geradelt und spaziert. Eine Seite der Straße ist für Autofahrer am Sonntag gesperrt ist, so haben alle genügend Platz. Meine Tour endet an einem Kiosk, wo ich eine kühle Kokosnuss genieße. Dann ist auch schon Zeit für den Abschied! Wie schnell die Zeit verflogen ist, denke ich, als ich mich am Flughafen von meinem Reiseleiter Steffen verabschiede. Meine Reise endet wie sie begann, mit einem Blick auf das nächtliche Rio de Janeiro, als das Flugzeug Richtung Deutschland startet. Ich komme wieder Brasilien!

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