Unsere Lateinamerika-Expertin Melanie Schmitt in Kolumbien

 

Unsere Lateinamerika-Expertin Melanie Schmitt in Kolumbien

In diesem Jahr wartet mit Kolumbien ein faszinierendes Reiseland auf mich, das vom Tourismus gerade erst und nun auch von mir entdeckt wird. Ich bin sehr gespannt darauf bei dieser knapp zweiwöchigen Reise die vielen Facetten der kolumbianischen Natur und Kultur kennenzulernen. Eben jene enorme landschaftliche Vielfalt, die sich in regional unterschiedlichen Lebensstilen und Kulturausprägungen widerspiegelt, macht den besonderen Reiz des Landes aus. Vervollständigt wird das Bild Kolumbiens aber erst wenn man seine Menschen kennenlernt. Die Kolumbianer sind herzlich, gastfreundlich und voller Lebensfreude und gelten als eines der glücklichsten Völker der Welt.

Bogota – Im Goldmuseum auf den Spuren von Eldorado

Meine Reise beginnt in Kolumbiens Hauptstadt – Bogota. Geographisch gesehen liegt die Stadt in der Mitte des Landes auf 2650 Metern und wird auf der östlichen Seite von der Cordillera Oriental, einem Ausläufer der Anden umrahmt. Mit über acht Millionen Einwohnern ist sie nicht nur die größte Stadt des Landes und das politische Herz sondern auch das wirtschaftliche und industrielle Zentrum. Frühmorgens angekommen werde ich bereits von meinem Fahrer erwartet, der mir trotz der Uhrzeit enthusiastisch von Bogota erzählt. Nachdem ich mich dank des Early Check-Ins etwas erfrischen konnte, mache ich mich direkt auf die engen Gassen der Candelaria, wie die Altstadt Bogotas genannt wird, zu erkunden.

Im Anschluss widme ich mich im Rahmen einer Graffiti-Tour den beeindruckenden Wandmalereien, die Bogota zu einer weltweiten Referenz für Street Art machen. Neben interessanten Informationen zu den Künstlern, der Geschichte des Landes und den oftmals dahinter stehenden politischen Statements, gibt die Tour einen guten Überblick über das Zentrum Bogotas. Am nächsten Tag wartet Reiseleiter Micha bereits darauf mir die Markthalle von Paloquemao mit über 1800 Ständen mit frischem Obst, Gemüse, Fleisch, Kräutern und Blumen bei einem Rundgang näher zu bringen. Das Probieren der einen oder anderen Frucht darf hier natürlich nicht fehlen. Im Anschluss fahren wir hinauf auf den Hausberg Bogotás, den Montserrate, von dem aus man eine hervorragende Aussicht über die Stadt hat. Die Dimensionen sind wahrhaft beeindruckend! Beim anschließenden Besuch des Goldmuseums erlebe ich die weltweit beeindruckendste Sammlung präkolumbianischen Goldschmucks. Nach so vielen Eindrücken machen wir es uns auf der Dachterrasse des Hotels Casa Deco bei einem lokalen Bier und schöner Aussicht über die Candelaria gemütlich. Ebenfalls sehr zu empfehlen sind die Hotels La Opera, Sofitel Vitoria Regia und das Four Seasons Casa Medina.

Graffititour in Bogota, Kolumbien Reisebericht

Bevor wir uns am nächsten Tag in Richtung Norden nach Zipaquirá und Villa de Leyva aufmachen, erleben wir bei einem Rundgang den Kontrast zwischen dem modernen Bogotá und der historischen Altstadt. Von der Plaza Bolivar, dem kolonialen Hauptplatz mit Kathedrale, Parlament und Rathaus geht es anschließend durch die engen Gassen der Candelaria. Nach ca. zwei Stunden Fahrt erreichen wir das Salzbergwerk von Zipaquirá, in dem eine einzigartige Salzkathedrale mit Kreuzgang und Kapellen komplett aus dem Salzgestein gehauen wurde. Alle Stationen des Kreuzweges sind unterschiedlich gestaltet und nutzen das Wechselspiel von Beleuchtung und Schatten im Gewölbe der Stollen um eine andächtige, etwas geheimnisvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Reise führt uns weiter nach Villa de Leyva, wo wir nach einem kurzen Halt am Puente de Boyacá, dem Ort an dem Simón Bolívar 1819 die letzte und entscheidende Schlacht gegen die spanischen Kolonialherrscher gewonnen hat, am späten Nachmittag ankommen. Das Dorf war zur Kolonialzeit die „Sommerresidenz“ der Bischöfe aus dem kühlen Tunja. Die großzügigen kirchlichen Bauten sind hervorragend erhalten und durch die mit Kopfstein gepflasterten Gassen kann man gemütlich spazieren. Nach der langen Fahrt lädt das Hotel Casa Terra zum Entspannen ein.

Koloniale Dörfer - Villa de Leyva und Barichara

Am Morgen statten wir nach einem kleinen Rundgang durch die schönen Gassen Villa de Leyvas dem Bauernmarkt einen Besuch ab. Er ist ein der wenigen Märkte des Landes, der noch unter freiem Himmel stattfindet. Besonders die Vielfalt an Früchten macht das besondere Ambiente des Marktes aus. Die anschließende Fahrt führt uns vom Hochland in wärmere Gegenden. Nach ca. fünf Stunden auf teils kurvenreicher Straße erreichen wir am Nachmittag Barichara. Unterwegs gibt es die Gelegenheit eine traditionelle Zuckermühle zu besichtigen und das typische Guavenmus zu probieren. Einfach lecker! Mit Barichara erwartet den Besucher ein hervorragend erhaltenes Dorf, das mit dem Preis für das schönste Dorf Kolumbiens ausgezeichnet wurde. Nach der langen Fahrt kann man es sich in den Hängematten der kleinen Hoteloase Casa Barichara gut gehen lassen.

Am nächsten Tag geht es zur Abwechslung auf eine ca. zweistündige Wanderung nach Guane. Immer leicht bergab führt der Weg von Barichara nach Guane, einem kleinen verschlafenen Dorf. Unterwegs kommen wir an Tabakfeldern und Kuhweiden vorbei und genießen die Sicht über das Tal des Río Suárez und die mächtige Cordillera de los Cobardes. Die Wanderung an sich ist einfach aber aufgrund des Wetters schweißtreibend. Bei einem vegetarisch-ayurvedischen Mittagessen können wir uns in der Finca San Pedro stärken. Ein herrliches und großes Anwesen etwas außerhalb von Barichara, das zum Seele Baumeln und gerne auch zum Übernachten einlädt.

Valle de Cocora - die höchste Palme im Nebelwald Kaffeefinca - Kaffee vom Setzling bis zum Espresso
Valle de Cocorca, Kolumbien Reisebericht

Der heutige Tag beginnt früh, denn die Reise führt uns weiter in die Kaffeezone. Von Barichara geht es in ca. drei Stunden vorbei am Canyon del Chicamocha zum Flughafen von Bucaramanga. Die tiefe Schlucht bietet ein fantastisches Panorama. In der Kaffeezone angekommen geht es auf Entdeckungstour in Salento, einem malerischen und sehr bunten Dorf mit der typischen Architektur der Kaffeezone. Der nächste Vormittag hält mit dem Ausflug in das Cocora-Tal ein Highlight bereit, denn das magische Tal zählt sicherlich zu den landschaftlich eindrucksvollsten Orten des Landes. Im Nebelwald des Tals lässt sich der Nationalbaum Kolumbiens bewundern, die Wachspalme, die bis zu 60 Meter hoch wird und hierfür ca. 200 Jahre zum Wachsen benötigt. Bei einer abenteuerlichen Wanderung erkunde ich das Tal auf dem Rücken eines Pferdes. Worum geht es jedoch in der Kaffeezone: Natürlich um Kaffee und so steht als nächstes der Besuch der Kaffeefinca Ocaso auf dem Programm. Bei dem Ausflug lerne ich alles rund um den Kaffee: Den gesamten Prozess der Kaffeeverarbeitung von der Ernte bis zum Export. Wir spazieren durch die Plantage und sehen Keimlinge, Setzlinge und die ausgewachsenen Büsche. Selber darf ich auch aktiv werden und die reifen Kaffeekirschen pflücken. Anschließend wird die Aufbereitung der geernteten Früchte erläutert und am Ende bekomme ich die Gelegenheit, verschiedene Kaffeesorten zu verkosten. Mir wird klar warum der kolumbianische Kaffee aus dieser Gegend zu den besten Hochlandkaffees der Welt gehört.

Medellín – die Stadt des ewigen Frühlings

Von Armenía aus geht es weiter mit einem Inlandsflug nach Medellín. Bereits der Anflug auf die Stadt ist beeindruckend, mit den vielen Hochhäusern vor eindrucksvoller Bergkulisse. Die Stadt ist viel kleiner als Bogotá, fühlt sich aber weitläufiger und größer an. Direkt im Anschluss tauchen wir ein in die Comuna 13 welches früher eine für Gangs und Gewalt berüchtigte Gegend war, heute aber ein beliebtes und sicheres touristisches Ziel darstellt. Für die bessere Erreichbarkeit der Viertel wurden verschiedene Seilbahnrouten aber auch Rolltreppen gebaut, die Bewohner sparen sich nun auf dem Weg hinunter in das Zentrum sehr viel Zeit. Ich erhalte einen eindrucksvollen Einblick in die spannende Geschichte der Transformation Medellíns, welche sich von einer der gefährlichsten Städte der Welt in einen spannenden kulturellen Ort verwandelt hat. Der Ausblick von oben ist beeindruckend! Nach einem aufregenden Tag kann man in den Hotels The Charlene oder Patio del Mundo die Ereignisse des Tages in schöner Atmosphäre Revue passieren lassen.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Guatapé, wo wir den Felsen El Peñol besteigen. Hierfür wurde eine ZickZack-Treppe in den Stein gebaut, mit 700 Stufen. Der unglaublich schöne Ausblick auf eine Umgebung voller grüner Berge und blauen Seen entschädigt für die Anstrengungen des Treppensteigens. Mit dem Boot setzen wir anschließend über in das malerische Dorf Guatapé, ein kleiner, ruhiger Ort mit angenehm warmem Klima. Es ist berühmt für seine Kirche und die wunderschönen bunten Wandmalereien der Häuser. Am Abend geht die Reise weiter in die Perle der Karibik, nach Cartagena.

Cartagena - Koloniale Architektur, Piraten und Meer, UNESCO Weltkulturerbe

Die Stadtführung beginnt mit der Festung San Felipe. Diese wurde von den Spaniern gebaut, um das reiche Cartagena vor Angriffen vom Festland zu schützen. In Cartagena wurden die von den Spaniern geplünderten Schätze der Inkas und die Gold- und Silberschätze aus den Minen Perus und Boliviens für den Versand nach Spanien zwischengelagert. Damit war die Stadt immer wieder Objekt der Begierde zahlreicher Piraten. Anschließend geht es weiter zum Hügel von La Popa. Auf diesem höchsten Punkt in der Umgebung von Cartagena haben Augustinermönche im 16. Jahrhundert ein Kloster errichtet. Von hier genieße ich einen perfekten Überblick über die Bucht von Cartagena. Die koloniale Altstadt erwartet uns mit wichtigen historischen Gebäuden und Kirchen. Zur kleinen Stärkung zwischendurch kann man an jeder Straßenecke (wie auch im restlichen Land) Arepa kaufen. Es handelt sich um ein Fladenbrot, welches meist aus Maismehl gemacht wird und regional mit unterschiedlichen Zutaten gefüllt ist. Für Cartagena typisch ist die Arepa con huevo, eine mit Ei gefüllte Arepa. Ein besonderes Erlebnis ist das Abendessen im Frauengefängnis der Stadt. In Zusammenarbeit mit Spitzenköchen der Region haben die Insassinnen ein Drei-Gänge Menü kreiert, das nicht nur selbst von den Insassinnen gekocht sondern auch serviert wird. Bei den warmen klimatischen Bedingungen laden die Hotels zum Ausruhen und einem kurzen Bad im Pool ein. Besonders empfehlenswert sind die Boutiquehotels Quadrifolio und Ananda oder auch die beste Adresse am Platz, Casa San Agustin.

Der Tayrona Nationalpark

Von Cartagena aus mache ich mich auf zum Tayrona Nationalpark, der sich entlang von 35 Kilometern an der kolumbianischen Karibikküste erstreckt. Hier erwarten mich wunderschöne weiße Strände und kleine Buchten. Zunächst wandere ich jedoch etwa eine Stunde durch den Regenwald, bis ich den Strand von Arrecifes erreiche. Nach einer weiteren Stunde erscheinen endlich die ruhigen Buchten am Cabo San Juan, wo das kristallklare Wasser zu einem kühlenden Bad einlädt. Wer genau aufpasst entdeckt auch den ein oder anderen Affen, der die Besucher des Parks genau beobachtet.

Bevor ich mich am nächsten Tag auf den Heimweg mache, genieße ich von der Terrasse der Finca Barlovento den sagenhaften Ausblick und Sonnenuntergang über Fluss und Meer. Mit vielen tollen Bildern im Kopf heißt es dann Abschied zu nehmen von Kolumbien hat mich nicht nur positiv durch seine vielfältigen Land- und Ortschaften überrascht sondern auch durch die offenen und interessierten Menschen, die ihr Land auf eine ganz authentische Weise repräsentieren.

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