Unsere Lateinamerika-Expertin Franziska Stork in Peru

Unsere Lateinamerika-Expertin Franziska Stork in Peru

Eine einzigartige Reise nach Peru – Von kulturellen Highlights zu meinem persönlichen Geheimtipp

Schon seit Wochen steigt die Vorfreude und Aufregung und ich kann es kaum erwarten, endlich in den Flieger zu steigen. Peru ist eines meiner Lieblingsländer: Ein Land, so abwechslungsreich, multikulturell und voller Geheimnisse der Vergangenheit, mit atemberaubenden Naturschönheiten, hervorragendem Essen und erstaunlichem kulturellem Erbe. Es ist nicht mein erster Besuch in diesem wundervollen Land. Vor etwa einem Jahr habe ich schon das nördliche Peru erkundet und bin gespannt nun den Süden kennenzulernen.

Meine Reise geht von München mit einem Umstieg in Amsterdam nach Lima, in die Hauptstadt Perus. Nach zwölf Stunden Langstreckenflug bin ich froh, endlich zu landen. Mein Chauffeur, der sich geschickt durch den Feierabendverkehr schlängelt, erzählt mir ein paar Anekdoten über die Stadt. Den chaotischen Verkehr in Lima habe ich wirklich nicht vermisst! Mein Hotel für die kommenden Nächte ist das Relais & Chateaux Hotel B. Das einzigartige Hotel wirkt eher wie eine Kunstgalerie als wie ein Hotel.

Die Altstadt Limas und das Larco Museum

Nach einem hervorragenden Frühstück starten wir auf eine kurze Besichtigungstour durch die Altstadt von Lima, wo wir uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ansehen. Darunter den Plaza Mayor mit den wichtigsten Gebäuden sowie das Franziskaner-Kloster und das koloniale Benediktiner Kloster. Im Anschluss besuchen wir das private Larco Museum, das eine beeindruckende Sammlung präkolumbianischer Objekte enthält. Die Führung ist interessant gestaltet und gefällt mir sehr gut.

Wir essen anschließend im Café del Museo zu Mittag, das sich im Innenhof, direkt neben dem Museum befindet. Das Essen ist vorzüglich und die Atmosphäre entspannt. Überall blühen bunte Blumen, die dem grauen Himmel Limas einen Kontrast bieten. Am Nachmittag kehren wir zum Hotel zurück, wo ich mir noch einen traditionellen Pisco Sour an der Bar gönne.

Am nächsten Tag verabschiede ich mich von der Millionenmetropole an der Küste Perus und reise weiter nach Cusco und in das Anden-Hochland. Cusco wird auch der „Nabel der Welt“ genannt, denn in der Blütezeit der Inka gab es kaum einen Weg, der nicht in die Hauptstadt des Imperiums führte. Nicht nur Mauern und Tempel aus der Inka-Zeit lassen sich hier finden, sondern auch koloniale Prachtbauten und katholische Kirchen.

Hier lerne ich bei einem Mittagessen im Inka Grill meinen Reiseleiter Jose kennen, der mich die nächsten Tage begleiten wird. Ich probiere ein für die peruanischen Anden typisches Gericht: Die Vorspeise ist Causa Andina, ein Püree aus gelben Kartoffeln, gemahlener gelber Chili und Zitronensaft, und als Hauptgang gibt es Aji de Gallina, eine Art Eintopf mit Hühnchen. Köstlich!

Hotel Belmond Monasterio Patio, Cusco, Peru Reisebericht
Hotel La Casona by Inkaterra Patio, Cusco, Peru Reisebericht

Ich merke schnell den Höhenunterschied zu Lima, denn Cusco liegt auf 3.400 Meter Höhe. Den Einheimischen draußen auf der Plaza scheint die Höhe nichts auszumachen. Sie üben in Ihren traditionellen Trachten gekleidet die Tänze, die sie in der kommenden Woche bei dem wichtigsten Fest in Cusco – dem Inti Raymi  Fest - vorstellen werden. Mir fällt das Atmen schwer und so brechen wir auf in das Urubambatal – das Heilige Tal, das mit 2.900 Metern immerhin etwas tiefer liegt. Auf dem Weg besuchen wir das Awana Kancha Projekt, wo ich Lamas und Alpakas von ganz nah sehen kann. Ein paar der Alpakas sind mir direkt ans Herz gewachsen und ich darf sie füttern.

In der Winterzeit ist es bereits um 18 Uhr dunkel, sodass wir unsere Unterkunft für die heutige Nacht, die Hacienda Urubamba, bei Dunkelheit erreichen.

Zu Besuch bei einer indigenen Gemeinde

Am nächsten Morgen und bei Sonnenschein sehe ich, wie toll der Ausblick ist. Frühmorgens ist das Heilige Tal in einen leichten Nebelschleier gehüllt. Es ist schon hell, doch versteckt sich die Sonne noch immer hinter den Bergen. Es riecht nach verbranntem Holz im Kamin und nach den aromatischen Sträuchern rund um das Hotel. Ein mystischer Moment, der mich ein paar Minuten lang auf der Terrasse verweilen lässt.

Nach dem Frühstück fahren wir eine ganze Weile durch das Tal, dann wieder hinauf, über einen Bergpass, biegen irgendwann nach links auf eine Schotterpiste, fahren an Hochgebirgsseen und kleinen Dörfern vorbei. Als ich schon denke, wir müssten bald am Gipfel des Berges angelangt sein, erreichen wir das Dorf namens Village oft he Flowers der indigenen Gemeinde.

Die Dorfbewohner tragen ihre schönste Kleidung und empfangen uns mit einem Tanz und Gesang. Der Dorfälteste gibt den Takt vor und ein 5-jähriger Junge trommelt fleißig mit. Das obligatorische Alpaka steht ebenfalls am Rand und wackelt mit seinen Ohren. Ich steige aus dem Bus und empfinde diese Begrüßung als echten Wow-Moment. Ich wische mir schnell eine Träne der Rührung von der Wange und folge dem Mädchen, das mich bei der Hand genommen hat, in einen Innenhof. Dort erzählen uns die Dorfbewohner etwas über die traditionelle Bekleidung und die Nahrungsmittel, die wir auch kosten dürfen. Einige Damen zeigen uns, wie sie die Wolle zu Textilien verarbeiten und färben. Es bleibt noch genügend Zeit sich mit den Einheimischen zu unterhalten und das ein oder andere Souvenir auszusuchen.

Wir verabschieden uns und unsere Reise geht weiter. Auf dem Weg zurück ins Tal besuchen wir die Anlage von Moray, sehr gut erhaltene Inkaterrassen sowie die Salzterrassen von Maras. Die Gemeinde von Maras baut hier seit Jahrhunderten sehr hochwertiges Salz ab, das zu einem gegrillten Steak oder im Salat wirklich sehr schmackhaft ist.

Am Ende des Tages erreichen wir unser Hotel in Urubamba, das Sol y Luna. Ich bin sehr beeindruckt von der weitläufigen und liebevoll gepflegten Gartenanlage des Hotels.

Anbauterrassen von Moray, Peru Reisebericht
Garten des Hotels Sol y Luna, Heiliges Tal, Peru Reisebericht
Die Ruinen von Machu Picchu

Ich bin aufgeregt, denn heute ist Machu Picchu Tag. Wir fahren bis zum Inka-Dorf Ollantaytambo, ein hübsches, kleines Örtchen, wo man noch von den Inkas erbaute Grundmauern in fast allen Häusern findet. Außerdem thronen auf dem Berg nebenan eine alte Ruine und sehr gut erhaltene Anbauterrassen, die wir besichtigen.

Dann fahren wir mit dem Sacred Valley Zug bis nach Aguas Calientes. Im Panoramawaggon kann man die Veränderung der Vegetation bestaunen, denn innerhalb von zwei Stunden fährt man von den Hochanden in den Dschungel. Am Fuße des Machu Picchu angekommen fahren wir sogleich weiter die Serpentinen hinauf und dann endlich ist es soweit: Ich erblicke die Ruinen mit eigenen Augen! Es ist ein magischer Moment. Das Wetter ist gut und es sind erstaunlich wenige Menschen hier. Ich genieße die Führung durch die Ruinenanlage und bin immer wieder erstaunt von den sagenhaften Ausblicken.

Franziska Stork am Machu Picchu, Peru Reisebericht
Machu Picchu, Peru Reisebericht
Der Regenbogenberg

Am nächsten Tag stehe ich bereits um 5 Uhr morgens auf, denn für den heutigen Ausflug müssen wir früh los. Nach mehreren Stunden Autofahrt erreichen wir den Ausgangspunkt für unsere Wanderung zum Gipfel des „Rainbow Mountain“. Wir starten auf 4.900 Metern Höhe und nach einer Stunde mühsamer Wanderung erreichen wir den Gipfel auf 5.300 Metern. Doch die Anstrengung zahlt sich aus: Der Ausblick ist atemberaubend! Wir erhaschen sogar einen Blick auf den nahegelegenen Gipfel des Ausangate mit seinen massiven Gletschern.

Auf dem Rückweg schwirrt mir der Kopf, so viele Höhenmeter an einem Tag sind sehr strapaziös für den Körper und doch bin ich stolz auf meine Leistung. Diese Wanderung ist ein wahres Once-in-a-lifetime Erlebnis.

Franziska Stork, Rainbow Mountain, Peru Reisebericht
Einheimische am Fuße des Rainbow Mountain, Peru Reisebericht
Dem Jaguar auf der Spur

Als krönenden Abschluss meiner Reise verbringe ich einige Tage in den Tiefen des Amazonasgebiets auf der anderen Seite der Anden. Das Tambopata Research Center liegt inmitten des Dschungels, weit entfernt von jeglicher Zivilisation und kann nur per Boot erreicht werden. Die Bootsfahrt dauert etwa fünf Stunden. Während ich mit dem Fernglas immer wieder ungeduldig den Wald beobachte, beginnt mein Abenteuerherz immer heftiger zu pochen. Es kann sein, dass sich hinter der nächsten Kurve ein Jaguar oder Puma am Ufer zeigt. Bei unserer Anreise werde ich allerdings enttäuscht. Keine Raubkatze zu sehen.

Wir erreichen die Dschungel-Lodge, die gleichzeitig auch eine Forschungsstation für Aras und Papageien ist. Alle Gästezimmer sind an einer Wand offen, damit man sich der Natur verbunden fühlen kann. So genieße ich eine Siesta in der Hängematte und lausche den Geräuschen des Regenwaldes.

Während meines mehrtägigen Aufenthaltes unternehme ich gemeinsam mit anderen Gästen und einem deutschsprachigen Guide mehrere Wanderungen durch den Dschungel, bei Tag und Nacht, um die Tierwelt zu entdecken. Tatsächlich beobachten wir zahlreiche Vogelarten, Insekten, Taranteln und mehrere Affenfamilien, die sich durch die Äste hangeln.

Dschungel, Puerto Maldonado, Peru Reisebericht
Suite, Tambopata Research Center, Peru Reisebericht

An unserem letzten Nachmittag besteigen wir noch einmal das Boot in der Hoffnung einen Jaguar zu erspähen. Im Boot ist es ungewohnt still, jeder hält Ausschau und hat das Ufer im Blick, doch weit und breit nichts zu sehen außer ein paar Vögeln. Nach einer Stunde Fahrt ist die Stimmung gedrückt, die Hoffnung dahin. Plötzlich schreit jemand auf: „Da drüben ist ein Jaguar!“ Und schon wird es hektisch, die Leute springen auf, bringen das Boot beinahe zum kentern, es wird hin und her manövriert und endlich kann ich ihn auch sehen:  Nur etwa fünf Meter entfernt von uns steht ein Jaguar Männchen auf einer erhöhten Sandbank, entspannt, anmutig und wachsam. Dann schlendert er langsam zurück ins Dickicht und wirft uns immer wieder einen genervten Blick zu. Offensichtlich haben wir ihn gerade beim Abendessen gestört. Erst nachdem er hinter den Bäumen verschwunden ist, trauen wir uns wieder zu atmen. Ich bin gerührt von diesem magischen Moment, der ein absolutes Highlight meiner Reise ist.

Mit einem Schatz an neuen Erlebnissen und Erfahrungen aus dem wundervollen Peru im Gepäck trete ich nach zehn eindrucksvollen Tagen die Heimreise an. Der Aufenthalt im Amazonasgebiet am noch unbekannten Tambopata Fluss ist ein mein persönlicher Geheimtipp.

Haben Sie Lust auf Peru bekommen? Unsere Lateinamerika-Expertin Franziska Stork erstellt Ihnen gern ein individuelles Angebot. Sie erreichen sie unter info(at)america-special-tours.de oder unter +49-(0)89-127091-28!

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