Johanna Deller in Salvador da Bahia


Johanna Deller in Salvador da Bahia

Die letzte Station Ihrer Brasilien Reise führt Lateinamerika-Expertin Johanna Deller nach Salvador da Bahia, der ältesten Stadt Brasiliens. Ob Johanna das Phänomen Saudade letztendlich selbst spürt? 

Kunst, Geschichte und Kultur in Salvador da Bahia

Meine nächste Reisestation ist Salvador da Bahia. Salvador liegt an der Nordostküste Brasiliens im Bundesstaat Bahia und ist die älteste Stadt Brasiliens. Am 1. November 1501 landeten hier die portugiesischen Eroberer. Damit begann die ereignisreiche Geschichte Salvadors, die wohlweißlich die Entwicklung des ganzen Landes prägte. Das Umland der Stadt ist ein ideales Anbaugebiet für Zuckerrohr, Kaffeebohnen und Tabak. Dies machten sich die Portugiesen zu Nutze und brachten tausende Sklaven aus Afrika nach Bahia. Den mit Zuckerrohr, dem „weißen Gold“, erwirtschafteten Reichtum zeigten sie in Form unzähliger, goldgeschmückter Kirchen und prächtiger Gebäude. Heute ist Salvador nach São Paulo und Rio de Janeiro die drittgrößte Stadt Brasiliens und gilt aufgrund der buntgemischten Bevölkerung aus Nachfahren der brasilianischen Ureinwohner, portugiesischen Eroberern und afrikanischen Sklaven als die Seele des Landes. Christlicher Glaube wird hier mit der Verehrung verschiedenster Gottheiten des Candomblé gemischt und spiegelt sich im Stadtbild wieder. Auf dem Vorplatz der Ordenskirche tanzen kleine Gruppen zu Trommelrhythmen Capoeira und Touristen werden bunte Bändchen, deren Farbe jeweils für eine bestimmte Gottheit steht, ums Handgelenk gebunden.

Besonders schön wohnt und bummelt es sich im Altstadtviertel Pelourinho. Die schmalen, kopfsteingepflasterten Gässchen sind voll von kleinen Boutiquen. Auf den Plätzen lässt sich herrlich ein Eis genießen. Für das Nachtleben hat Salvador ebenfalls etwas zu bieten. In den letzten Jahren hat sich der Stadtteil Rio Vermelho, der sich in der Unterstadt direkt an der Bucht befindet, zum In-Viertel entwickelt. Bars und Restaurants reihen sich aneinander und auf der Straße werden die frittierten Fischbällchen Acarajé verkauft.

Apropos Essen: In ganz Brasilien lässt es sich hervorragend speisen. Wer es etwas traditioneller mag, ist in Salvador bestens aufgehoben. Der Kulturenmix hat zu einer ganz eigenen Entwicklung der Küche geführt, die sich unter anderem in der Würzung widerspiegelt. Eine hervorragende Mocequa, ein Fischeintopf mit Kokosmilch, findet man im Restaurant Casa de Tereza.

Um mehr über das faszinierende Condomblé zu erfahren, besuche ich am Abend das Theater Miguel Santana, wo mich eine Show aus traditionellen Tänzen erwartet. Die verschiedenen Gottheiten werden hier dargestellt und es ist unglaublich spannend, diese zu erraten. Abschließend werde ich Zeuge einer spannenden Capoeira: Der ursprüngliche Kampftanz ist heute neben der berühmten brasilianischen Samba der Nationaltanz Brasiliens. Da bekommt man gleich selbst Lust mitzutanzen.

Wie so oft, verfliegt die Zeit bei schönen Dingen immer viel zu schnell. So auch bei meiner Reise in das faszinierende Brasilien. Nach neun Tagen voller aufregender Abenteuer und neuer Eindrücke geht es für mich wieder zurück nach München.

Als ich im Flieger sitze denke ich über das Phänomen Saudade nach und merke, wie sich meine Mundwinkel nach oben bewegen. Zwar kann ich es immer noch nicht erklären, aber jetzt weiß ich, was die Brasilianer mit Saudade meinen.

Um es zu verstehen, muss man es einfach selbst erlebt haben und ich bin dankbar, dass ich die Gelegenheit dazu hatte.

Daher mein Tipp: Saudade do Brasil!

Möchten auch Sie das Gefühl von Saudade hautnah erleben? Dann freuen wir uns auf Ihre Anfrage und erstellen sehr gern Ihre maßgeschneiderte Reise nach Brasilien. Weitere Reiseinspirationen finden Sie hier.

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