Wild Wild West - Thomas Baumgartner an der US-Westküste


Wild Wild West - Thomas Baumgartner an der US-Westküste

Thomas Baumgartner, Vice CEO und Head of Marketing von América Special Tours, reiste im August 2017 zwei Wochen entlang der US-Westküste. Lest in seinem Reisebericht über imposante Städte, atemberaubende Landschaften und das Gefühl den Wilden Westen gefunden zu haben. 

Tag 1: Ankunft in Las Vegas

Nach dem Einchecken im Hotel in Las Vegas bin ich erst einmal baff. Das Treasure Island Hotel ist nicht nur riesengroß, es liegt auch direkt im Herzen von Las Vegas am legendären Las Vegas Strip. Das bedeutet für mich, dass ich nach einer kurzen Dusche erst einmal auf Entdeckungstour gehen kann. Und das nicht nur in der Stadt, sondern zunächst einmal im Hotel - schließlich gibt es hier neben 10 Restaurants und Bars auch ein riesiges kunterbunt-blinkendes Casino und vieles mehr.
Frisch gestärkt mache ich mich also auf den Weg, Sin City zu erkunden und finde neben Casinos zahlreiche Malls wie die Fashion Show Mall (mit echten Schnäppchen, was Designer-Mode angeht!) und Attraktionen. Den Rest des Nachmittags genieße ich die Sonne am hoteleigenen Pool, bevor ich am Abend zunächst die fantastische Wassershow des berühmten Bellagio bestaune. Über 300 Meter lang und meterhoch schießen die Wasserfontänen und kreieren gemeinsam mit der unglaublichen Beleuchtung und musikalischer Begleitung ein fantastisches Schauspiel. Anschließend vergnüge ich mich in den Casinos der Stadt. Diese Stadt schläft wahrlich nie!

Tag 2: Ab ins Death Valley

Nach einer schlaflosen Nacht steht die Fahrt ins Death Valley auf dem Programm. Da ich gehört habe, dass die Temperaturen hier bis zu 45°C erreichen können, habe ich mir vorsorglich eine gekühlte Getränkebox und jede Menge Wasser in den Wagen gepackt. Als die Hitze mitten in der Wüste dann doch zu unerträglich wird (ich habe unüberlegter Weise ein schwarzes Auto gewählt), lege ich eine Pause am Dante`s View ein. Vom Dante’s View aus kann man den zentralen Teil des Death Valley aus einer Höhe von 1669 Metern über dem Meeresspiegel betrachten. Ein unbeschreiblicher Blick über das Tal des Todes.
Eigentlich gibt es viele Attraktionen, die ich hier besichtigen wollte, beispielsweise den Devil's Golf Course oder das Hidden Valley, aber weil es wirklich extrem heiß ist, belasse ich es bei einigen weiteren kurzen Stopps und lerne: nie wieder Kaffee bei 45 Grad!

Tag 3 & 4: Aufenthalt im Yosemite Nationalpark

Nach der nun doch sehr kargen Landschaft im Death Valley zieht es mich ins Grüne, genauer gesagt in den Yosemite Nationalpark, dem ersten Nationalpark der USA. Und weil es hier so viel zu sehen und zu entdecken gibt, habe ich mich entschlossen, hier gleich zwei Tage zu verbringen. So kann ich auch die Attraktionen abseits des Yosemite Valley erkunden, von dem ich gehört habe, dass es dort im Sommer sehr voll werden kann.
Die Übernachtung habe ich in der Tenaya Lodge gebucht, die bietet nicht nur Shuttles in den Park an, sondern liegt auch noch wunderschön mitten in der Natur. Den ersten Tag im Yosemite Nationalpark verbringe ich also mit einer Tagestour in den Park, bei der wir unter anderem die Yosemite Falls besuchen. Die fast 800 Meter hohen Wasserfälle führen im August zwar nur wenig Wasser, sind aber immer noch ein beeindruckender Anblick.
Am zweiten Tag steuere ich zunächst einige Aussichtspunkte im Park an. Beim Anblick des berühmten Half Dome möchte ich beinahe niederknien, so mystisch zeigt sich dieser wunderbare Berg an diesem Tag.
Mit einer kleinen Wanderung endet mein zweiter Tag in dieser wunderschönen Gegend.

Tag 5: Auf nach San Francisco!

Die letzten zwei Tage waren zwar körperlich anstrengend, aber durch die viele frische Luft und die atemberaubende Landschaft fühle ich mich heute Morgen fit wie ein Turnschuh. Da vergehen die knapp 300 km Richtung Norden nach San Francisco fast wie im Flug, vor allem, wenn man unterwegs so viel zu sehen hat. In San Francisco angekommen stelle ich den Wagen ab und erkunde die "City by the Bay" zu Fuß und natürlich darf auch eine Fahrt mit den roten Cable Cars nicht fehlen. Zuerst zieht is mich zur Fisherman's Wharf, wo ich einen unglaublich leckeren "Clam Chowder", eine Art Muscheleintopf serviert in ausgehöhltem Sauerteig-Brot, esse. Später besuche ich noch die Seelöwen-Kolonie am Pier 39, bevor es mich Richtung Golden Gate Bridge zieht.
Meine Kellnerin hat mir geraten, zum "Fort Point" zu spazieren, von wo aus man einen wirklich unglaublichen Ausblick auf das wohl markanteste Wahrzeichen San Franciscos hat. Und sie hatte absolut Recht, auch wenn der Anstieg ein wenig anstrengend war, hat sich dieser Ausflug absolut gelohnt!
Den Abend verbringe ich an der Union Plaza in der Innenstadt, einem der Ausgeh- und Shoppingviertel der Stadt und lasse mich von der relaxten Stimmung anstecken.

Tag 6: Das Silicon Valley - Echt jetzt?

Am Morgen besuche ich zunächst den berühmten Stadtteil Haight-Ashbury. Hier nahm die Hippie Bewegung der 60er ihren Anfang. Ikonen dieser Zeit wie Jimi Hendrix und Janis Joplin hatten hier ihren Wohnsitz. Ein sehr entspannter Ausflug, bevor ich ins Silicon Valley weiterfahre.
Als ich gesagt habe, dass ich einen Tag im Silicon Valley verbringen wolle, wurde ich ganz schön schief angeguckt. Das "IT-Mekka" ist nicht gerade ein Touristen-Highlight, wurde mir gesagt. Aber ich war neugierig auf das legendäre Google-Gelände und wollte vor allem einen Blick auf die Stanfort Universität im kleinen Ort Palo Alto werfen. Für mich, als jemand der täglich mit Google, Facebook und Co arbeitet, interessant. Ansonsten – naja…

Tag 7: Entlang der Westküste zurück Richtung Süden

Mit San Francisco habe ich den nördlichsten Punkt meiner Reise erreicht und mache mich heute wieder auf den Weg. Jetzt geht es stundenlang  Richtung Süden!
An der Küste mache ich halt im Avila Beach Golf Club und spiele die vielleicht entspannteste Golf Runde meines Lebens. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreiche ich schließlich mein Inn in San Luis Obispo, die schnuckelige Apple Farm.

Tag 8: Santa Barbara und Ankunft in Los Angeles  

Ausgeruht, frisch gestärkt und guter Laune mach ich mich heute Morgen auf nach Santa Barbara. Ich hab schon so viel vom Strand dort gehört, dass er natürlich meine erste Anlaufstelle ist. Anschließend besuche ich die Mission Santa Barbara, die "Königin aller Missionen". Das Gebäude stammt noch original aus 1786 und ist wirklich beeindruckend. Und weil ich schon mal hier bin, unternehme ich noch einen kleinen Abstecher zum Naturgeschichtlichen Museum, das direkt neben der imposanten Kirche liegt.

Nach einer traumhaften fahrt entlang der Küste vorbei an Malibu erreiche ich am Nachmittag schließlich LA, die Stadt der Engel. Mein Hotel liegt Downtown und bietet mir so die Möglichkeit, einige der Attraktionen zu besichtigen.

Tag 9: Stadtbesichtigung Los Angeles und Weiterfahrt zur Westernstadt Calico

Heute habe ich einen richtig vollen Plan. Zunächst mache ich die Warner Bros Hollywood Tour, bei der man zahlreiche Filmsets besichtigen kann. Durchaus interessant und empfehlenswert. Wir besuchten auch die DC Sonderaustellung, für Comic Fans ein Erlebnis.
Zum Abschluss meines LA-Aufenthaltes musste ich natürlich noch den weltberühmten Walk of Fame, das China Theater und das Einkaufszentrum daneben besuchen. Von der gläsernen Brücke des Einkaufszentrums hat man übrigens ohne Frage den besten Blick auf den Walk of Fame.
Nun geht es in die Wüste, genauer gesagt in die Mojave Wüste und das Örtchen Barstow, Ausgangspunkt für meinen letzten Stopp heute: die Geisterstadt Calico. Ein Überbleibsel aus der Zeit der Silberminen, aus der einige Gebäude heute noch genauso dort stehen wie damals. Ich fühle mich endgültig im wilden Westen angekommen.

Tag 10: Relaxen am Lake Havasu

Der Lake Havasu liegt an der Grenze von Kalifornien zu Arizona und liegt zu Teilen in der Mojave, der Sonoran und der Colorado Wüste. Es ist ein beliebtes Erholungsgebiet und wartet mit allerlei Wassersportmöglichkeiten auf. Ich lasse es ruhig angehen. Ich brauchte diesen Stopp lediglich als Zwischenstation für die lange Fahrt in den Grand Canyon.

Tag 11: Der größte aller Canyons - der Grand Canyon

Auf diesen Stopp meiner Reise freue ich mich besonders, denn ich wollte schon immer den Grand Canyon besichtigen. Diese majestätische Schlucht, geformt durch den Lauf das Colorado River, muss man einfach gesehen haben. Den Wagen lasse ich dafür beim Visitor Centre stehen und springe in einen der Busshuttle, die besonders schöne Aussichtspunkte anfahren. Hätte ich mehr Zeit, würde ich mir ein Fahrrad ausleihen und viel tiefer in den Canyon vordringen, aber für heute muss dieser Ausflug leider reichen. Und ich werde überrascht, denn vom Aussichtspunkt Lipan Point unternehme ich eine kleine Wanderung auf dem Tanner Trail und finde mich plötzlich in der schönsten Wildnis wieder, die unglaubliche Ausblicke auf den Canyon tief unter mir bietet. In Worte fassen, kann man den Grand Canyon wirklich nicht!

Tag 12: Wild, wild West - das Monument Valley

Wenn man an den Wilden Westen denkt, fällt einem neben Cowboys und Westernstädten vor allem eines ein: die markanten roten Felsen, die man in den Filmen immer sieht. Und genau diese werde ich heute besuchen, denn es geht ins Monument Valley. Das Tal liegt in der Navajo-Nation Reservation, wo ich die heutige Nacht in der Gouldings Lodge verbringen werde. Das Mietauto kommt auf dem staubigen und doch recht holprigen Scenic Drive durch das Tal an seine Grenzen. Im Monument Valley ist man den Mythen und Sagen des Wilden Westens sehr nahe!

Tag 13: Amerika oder Mars? Ein Besuch im Bryce Canyon

Bevor es morgen zurück nach Las Vegas geht, steht heute ein letztes Highlight auf meinem Programm: ein Besuch im Bryce Canyon. Der liegt auf dem Colorado Plateau in Utah und zeichnet sich durch eine Besonderheit aus. Nein, eigentlich gleich zwei, denn im engeren Sinne handelt es sich hierbei gar nicht um einen Canyon, denn es fließt kein Fluss durch seine Tiefen. Stattdessen haben hier Wind und Eis dafür gesorgt, dass sich bis zu 60 Meter hohe Felsenspitzen bilden, die natürliche Amphitheater bilden. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen! Diese Felsnadeln heißen Hoodoos und manch einer spricht den bizarren Felsformationen sogar magische Kräfte zu. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber es sieht zumindest magisch aus.
Ich fahre entlang des Scenic Drives und bin überrascht darüber, wie grün es hier für eine Wüste ist. Aufgrund der höheren Lage gibt rund um den Bryce Canyon jede Menge Wälder, die Heimat für zahlreiche Tiere sind. Der berühmte Berglöwe, der Puma hat hier sein Zuhause.

Tag 14: Rückkehr nach Las Vegas

Ist es wirklich gerade einmal zwei Wochen her, dass ich aus Las Vegas los gefahren bin? Jetzt bin ich zurück und checke im Stratosphere Hotel ein, um den Staub der Reise abzuduschen und die ganzen gesammelten Eindrücke zu ordnen. Aber auch hier schaffe ich es natürlich nicht, einfach mal still zu sitzen und deshalb finde ich mich nach einer kleinen Erfrischung auf dem Observation Deck wieder - dem höchsten frei stehenden Aussichtsturm Amerikas, knapp 380 Meter hoch. Zum Glück habe ich keine Höhenangst! Den letzten Abend in Las Vegas verbringe ich mit einem riesigen Steak und einem Spaziergang über den Strip.

In 14 Tagen durfte ich Amerika im wahrsten Sinne des Wortes ERFAHREN. Die Fahrten auf den endlosen Highways und die grandiose Natur werden noch lange in meinen Gedanken nachwirken. Freiheit…diesem Begriff kommt man im Wilden Westen der USA sehr nahe. Ich habe schon viele Länder bereist und vieles gesehen, aber diese Reise wirkt nach. Und ich bin mir sicher, das war nicht das letzte Mal, dass ich hier war - es gibt noch so viel zu sehen! Meine nächste Reise wird mich in die Rocky Mountains und in den Yellowstone führen.

Individuelle Lateinamerika Reisen

Wir beraten Sie gerne persönlich.

+49-(0)89-127091-28

Mo - Fr von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Bitte vereinbaren Sie einen Termin. Gerne außerhalb der Geschäftszeiten.