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Reise-Blog Lateinamerika

Buenos Aires - Das Paris Südamerikas?

Buenos Aires gilt als das Paris Südamerikas. Unser Lateinamerika-Experte Tobias Rüger machte sich auf die Suche nach dem Grund dieses vielversprechenden Beinamens.

Ich bin da Argentinien! Also los geht's Buenos Aires zu erkunden. Mein Reiseleiter hat schon auf mich gewartet und freut sich mir seine Stadt zu zeigen. Von Buenos Aires haben die meisten schon gehört. Bekannt ist Buenos Aires auch unter dem Spitznamen "das Paris Südamerikas". Ich bin schon sehr gespannt wie die argentinische Variante der Champs-Elysee oder Montmartre sein wird.

Doch wo beginnt man eine private Stadtführung - genau direkt vor dem Hotel und deswegen beginnen wir mit dem Stadtteil Palermo, in dem sich auch mein Hotel befindet. Hipp, trendy, gehoben und ruhig , das sind meine ersten Eindrücke. Überall gibt es kleine Cafés, Bars, Restaurants und Designerläden. Junge, modische Leute flanieren an mir vorbei oder sitzen in einem der vielen Straßencafés und genießen die warmen Sonnenstrahlen - ganz so als wäre man in Italien.

Alex, mein Reiseleiter, zeigt mir jeden Winkel und schwärmt von dem wunderbaren Aufstieg Palermos. Vor zehn Jahren noch haben hier die Porteños, wie die Hauptstädter genannt werden, höchsten ihr Auto in eine der damals zahlreich vorhandenen Werkstätten gebracht. Dass hier mal ein Stadtteil der Boheme wachsen wird, hätte keiner geglaubt. Doch heute ist das Viertel vor allem für die junge, kreative Szene von Buenos Aires interessant. Man geht hier nicht nur aus sondern man genießt das weltoffene Leben, die schicken Läden und den aromatischen Kaffee. Und ich muss zugeben - nachdem ich bereits in Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Panama, Guatemala und Brasilien war erscheint es mir gerade so als sei das "Paris Südamerikas" eher das Roma von Argentinien. Vergleichbares habe ich zumindest bisher in Lateinamerika noch nicht gesehen. In der warmen Mittagsonnen gönnen Alex und ich uns deshalb, getreu dem Dolce Vita, einen kräftig roten Malbec Wein.

Buenos Aires - Palermo

Auch wenn Evita wohl eine Ikone Ihrer Zeit ist tauchen in meinen Gedanken einige Parallelen zu Diana auf. Vom britischen Volk geliebt und von der Elite verachtet. Die Geschichte wiederholt sich wohl gerne - ob in Argentinien oder in Europa.

Doch ich schweife ab. Ich bin immer noch auf der Suche, was an dem "Paris Südamerikas" wahr ist. Und ich glaube hier auf dem Friedhof von Recoleta habe ich es gefunden, erinnert er doch sehr an die berühmte Ruhestätte Pére Lachaise in der französischen Hauptstadt. In Kombination mit den prachtvollen Stadthäusern und den verschnörkelten Fassaden könnte man glatt meinen, man sei in Paris. Eigentlich fehlen nur noch der Eiffelturm und die Seine und die Illusion wäre perfekt.

Gedenktafel am Grab der Evita

Alex bemerkt meine bestätigende Haltung und ohne es zu bemerken biegen wir in eine kleine Straße ein. Geschickt verwickelt er mich in ein Frage Antwort Spiel über mein Wissen über Argentinien. Ich bemerke gar nicht, dass sich auf einmal die Straßenzüge verändern und plötzlich bin ich umgeben von dunklen Backsteinhäusern mit zahlreichen Schornsteinen, kleinen Vorgärten und weißen Eingangstüren. "An was erinnert dich das" fragt Alex und wie als wäre es ohne Zweifel sage ich "London".

Weiter geht es nach Recoleta. Der Übergang ist fließend denn der Stadtteil grenzt direkt an Palermo. Gerade noch in London tauchen nun elegante Stadthäuser vor mir auf. Edel und doch verspielt ragen die im Zuckerbäckerstil erbauten Anwesen in den Himmel. Seit jeher ist Recoleta der Oberschicht von Buenos Aires vorbehalten und das spürt man an jeder Ecke. Die meisten 5 Sterne Hotels befinden sich hier, schicke Parks zaubern ein Grün in die Mitte der Stadt und die Menschen scheinen hier ebenso weltgewandt zu sein, wie man es von einer Metropole wie Buenos Aires erwartet. Warum wir hier hergekommen sind? Natürlich wegen dem Friedhof. Hier liegen nämlich nicht nur die wohlhabendsten und einflussreichsten Familien des Landes begraben sondern auch Evita.

Die Ikone Argentiniens, die Grande Dame des Landes deren Geschichte so aufregend, märchenhaft und dramatisch zugleich ist. Typisch argentinisch eben meint Alex. Argentinien ist das Land der Widersprüche meint er und nichts erklärt dies so plakativ wie die Geschichte der Evita. Ihr Vater ist reich, sehr reich, angesehen und verheiratet. Evitas Mutter allerdings seine uneheliche Geliebte. Trotz des Reichtums Ihres Vaters wächst Evita im katholischen Argentinien in Armut auf, kämpft sich durch, schafft den Sprung nach Buenos Aires und baut sich als Radiomoderatorin eine kleine Karriere auf. Durch einen Zufall lernt Sie den baldigen Präsidenten Perón kennen, heiratet ihn und wird zur First Lady Argentiniens. Sie setzt sich für die Armen ein, kämpft für mehr Gerechtigkeit und Gleichheit und lässt sich trotzdem von Dior aus Paris Ihre Kleider Maß schneidern. Sie legt sich mit dem Geldadel Argentiniens an, wird zum Hass Symbol für die Reichen und zur Heiligen der Armen und stirbt in jungen Jahren an Krebs. Plötzlich Prinzessin, aber von kurzer Dauer - Drama und Märchen in einem - Widersprüche - das ist Argentinien, meint Alex.

Buenos Aires - Recoletta

Nun ist San Telmo dran; bekannt für sein Fin-de-Siecle-Flair. Es ist eine der wenigen Ecken der Hauptstadt Argentiniens, in denen ich mich wie in einer Altstadt fühle. Kopfsteinpflaster, kleine Cafés sowie Restaurants und der argentinische Tango sind allgegenwärtig. Im berühmten Mercado de San Telmo trinke ich erstmal einen kräftigen Lungo und schlendere durch die Obststände. Es duftet von überall her und irgendwie fühle ich mich als sei ich wieder in Italien oder zumindest in Südeuropa. Ein Besuch des sonntäglichen Kunsthandwerkermarktes verstärkt dieses Gefühl. Doch was ist das - plötzlich wird es laut - Musik ertönt und auf einmal fängt ein junges Paar an zu tanzen. Tango! Die Leute bleiben stehen, Fotoapparate blitzen und es bildet sich eine Traube an Menschen. Da ist Sie endlich. Zwischen italienischem Lebensgefühl und französischen Zuckerbäckerhäusern taucht die argentinische Seele auf. Melancholisch und trotzdem temperamentvoll, schwermütig und doch leichtfüßig. Es ist der Hauch der Sehnsucht nach Heimat den so viele Migranten aus Europa mitbrachten als sie Buenos Aires zu ihrer Stadt machten. Mit funkelnden Augen dreht sich Alex zu mir um und fragt mich ob ich das "Paris Südamerikas" gefunden habe? "Alex", sage ich "ich habe nicht nur das Paris Südamerikas gefunden, sondern auch das Rom, das London und vieles mehr. Vor allem habe ich aber eins entdeckt - das Herz Argentiniens - ein Mix aus europäischer Migration und südamerikanischen Temperament. Einfach unvergleichlich! Einfach Buenos Aires!"

Möchten Sie auch das spannende Buenos Aires erkunden und die vielen Facetten der argentinischen Hauptstadt sowie ihre großartigen Einwohner kennenlernen? Ihr Team von América Special Tours erstellt Ihnen gerne Ihre persöhnliche Traumreise. Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter der +49 89 1270 91 28.

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